Stellen Sie sich vor, Sie wären in absoluter Bestform…..

von Gregor Kühni

Ausstieg aus der Zuckersucht

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Zucker ist eine Droge

Zucker ist eine Droge. Natürlich nicht offiziell. Denn dann dürfte er nicht mehr in unsere Lebensmittel gemischt werden. Er dürfte nicht mehr an Kinder verkauft werden und er müsste einen Warnhinweis tragen, etwa

• Zucker macht sehr schnell abhängig. Fangen Sie gar nicht erst an!

• Zucker zerstört Ihre Darmflora, schwächt damit Ihr Immunsystem und macht Sie anfällig für Krankheiten aller Art

• Zucker ruiniert Ihre Zähne und macht dick oder

• Zucker kann tödlich sein, da er die Entstehung von Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2 und Krebs fördert

• Schützen Sie Kinder – Lassen Sie sie nicht von Ihrem Schokoriegel beissen!

• Zucker kann hyperaktiv, aber auch depressiv machen

• Zucker kann Angstzustände auslösen

• Zucker kann zu Schlafstörungen führen

• Zucker kann unreine Haut verursachen und Akne verstärken.

Das aber würde die Lebensmittelindustrie nicht mit sich machen lassen, die unbewusst Zuckersüchtigen würde es nicht im Geringsten beeindrucken und wer seine Zuckersucht erkannt haben sollte, wüsste immer noch nicht, wie er sich von ihr lösen könnte – wenn er nicht gerade auf den letzten Hinweis stossen würde.

Zucker macht süchtig
Bist Du schon einmal um Mitternacht zur Tankstelle gefahren, um Dich mit Süssigkeiten einzudecken? Kennst Du das Gefühl, an nichts anderes mehr denken zu können als an etwas Süsses? Ist es bei Dir auch so, dass Du Dir ein Mittagessen ohne Dessert nicht mehr vorstellen kannst? Wirst Du gelegentlich von unheimlichem Heisshunger auf Süsses heimgesucht, gefolgt von nicht weniger unheimlichen Fressattacken? Zucker kann also tatsächlich wie eine Droge wirken. Und der Zuckersüchtige verhält sich häufig nicht viel anders als ein Raucher, der dringend eine Zigarette braucht oder ein Alkoholiker, der ohne sein abendliches Fläschchen Wein ungemütlich wird.

Zuckersucht – Das Experiment
Dich betrifft das nicht? Du hast Dein Zuckerkonsum unter Kontrolle? Dann ist folgendes Experiment für Dich sicher gar kein Problem: Streiche ab sofort jeden Zucker aus Deinem Leben – und zwar drei Wochen lang. Keine Schokolade, keine Bonbons, keine Schokoriegel, keine Milchschnitten, keine Nuss-Nougat-Brotaufstriche, keine Marmelade, keine süssen Teilchen, keinen Kuchen, keine Kekse und natürlich auch keine gesüssten Getränke. Denke auch an den versteckten Zucker und meide ihn! Das heisst: Keine gesüssten Müslis, keine gesüssten Frühstücksflakes, keine Crunchys und keine Crispies, keine gesüssten Fruchtjoghurts oder andere gesüssten Milchprodukte und keine probiotischen Joghurts, wenn dort Zucker enthalten ist. Und komm bloss nicht auf die Idee, aus Kompensationsgründen unauffällig Dein Ketchupkonsum zu erhöhen. Ketchup enthält bis zu 1,5 Stück Würfelzucker pro Esslöffel! Also kein Ketchup! Keine Ausnahmen! (Es sei denn, Du bereitest Dein Ketchup selbst zu.) 
Prima, dann lese hier doch in drei Tagen weiter…

1 Tag später: Was machst Du denn hier? Warum so gereizt? Du fühlst Dich überfordert? Du hast Deine Kinder grundlos angebrüllt? Du kannst Dich nicht auf Deine Arbeit konzentrieren? Du findest diese Ohne-Zucker-Aktion besch…eiden? Du möchtest jetzt sofort ein Dooffifee? Aber zuckersüchtig bist Du nicht? Dann bis übermorgen…

2 weitere Tage später: Wie geht es Dir? Drei Tage ohne Zucker! Eine tolle Leistung! Aua! Wie bitte? Du kannst das Wort „Zucker“ nicht mehr hören, ohne handgreiflich zu werden? Dein Mann/Deine Frau droht bereits mit dem Ehetherapeuten, wenn Du jetzt nicht endlich wieder Zucker isst und „normal“ wirst? Du hast wieder mit dem Rauchen angefangen? Du kannst das Haus nicht mehr verlassen, weil Du in jedem Laden, in jedem Café, in jedem Kiosk, ja, an jeder Strassenecke Zuckriges sehen und dafür inzwischen einen Mord begehen würdest? Du hast Dich und Deine Emotionen nicht mehr unter Kontrolle? Du fühlst Dich ferngesteuert?
Vielleicht ist Zuckersucht für Dich DOCH ein Thema? Keine Sorge, Du bist nicht allein! Zuckersucht ist ein häufiges Phänomen. Die Zuckersucht zeigt sich darin,

• dass zuckerhaltige Produkte einen wichtigen Stellenwert im täglichen Tagesablauf inne haben,

• dass man sich ohne Zucker zwar körperlich, aber psychisch nicht wohl fühlt,

• dass man ohne Zucker nicht konzentrationsfähig, also geistig nicht mehr leistungsfähig ist, da die Gedanken stets zum süssen Snack abdriften,

• dass man – wenn man versucht, auf Zucker zu verzichten – stattdessen verstärkt auf andere Drogen (Zigaretten, Alkohol, Koffein) zurückgreift,

• dass man vielleicht ein oder zwei zuckerfreie Tage durchsteht, dann jedoch einen Rückfall erleidet und schliesslich mehr Zuckerhaltiges isst als je zuvor.

Tragisch ist, dass in unserer Gesellschaft Zucker verharmlost wird und als ganz normales Lebensmittel gilt. Die Zuckersucht wird daher nicht als eine solche erkannt. Erkennen Zuckersüchtige ihr Problem jedoch selbst, werden sie in den allermeisten Fällen nicht ernst genommen.

Während kein Mensch zu einem trockenen Alkoholiker sagen würde „komm schon, ein Gläschen wird doch wohl gehen“, müssen sich Ex-Zuckersüchtige oder Zuckersüchtige im Entzug immer wieder anhören „die Dosis macht das Gift“ und „das bisschen Zucker wird dich schon nicht umbringen“. Doch wird es! Weil es bei der Zuckersucht eben NICHT bei einem Bisschen bleiben wird und weil der tägliche Verzehr von grösseren Mengen Zucker langfristige gesundheitliche Schäden mit sich bringen kann, die dazu führen, dass das Leben – so spassig es auch mit all den Naschereien möglicherweise war – plötzlich überhaupt nicht mehr lustig ist.

Zuckersucht – Die Ursachen
Meist liegt die Ursache der Zuckersucht in einer Kombination aus den fünf folgenden Aspekten:

1 Echte Zuckersucht
2 Schwankungen des Blutzuckerspiegels mit intensiven Unterzuckerphasen
3 Seelische Gründe
4 Darmpilze

Im nächsten Blog unterhalten wir uns über die oben genannten 4 Aspekte.

Euer Gregor Kühni feelgood coaching24

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