Stellen Sie sich vor, Sie wären in absoluter Bestform…..

von Gregor Kühni

Eine berechtigte Frage

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Sollte man oder sollte man nicht. Eine Genanalyse machen lassen? Bei sich selbst? Um möglicherweise herauszufinden, ob man zu Krebs neigt, ob man eine Veranlagung zu Diabetes in sich trägt, ob der Schlaganfall droht?

Die Frage ist so leicht nicht zu beantworten. Denn auch wenn es „das Krebsgen“ nicht gibt, so gibt es doch auffällige Häufungen, starke Hinweise, Belastungen. Und das würde ja dann dazu führen, dass jeder aufmerksame Mensch – jetzt kommen wir zur Epigenetik – sich besonders vernünftig verhält, um die drohende spätere Erkrankung erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Sprich: Seinen Lebensstil auf bewusst gesund umstellt. Was ja auch nichts anderes bedeutet, als so zu leben wie jedes Reh. Wie jedes Naturvolk.

Die Frage nach der Genanalyse stellt sich Ihnen in der Regel nicht. Bei jedem Arztbesuch allerdings könnten Sie Risikofaktoren bestimmen lassen. Risiko für die häufigste und tödliche Erkrankung, nämlich Gefässverkalkung. Also Herzinfarkt, Schlaganfall, aber eben auch Demenz. Verblödung.

Zum Glück (??) werden diese Risikofaktoren bei Ihnen nie komplett bestimmt. Immer nur einige wie Cholesterin oder Blutzucker. Ganz selten, wie ich von Ihnen erfahre, ein besonders peinlicher Risikofaktor, nämlich

Homocystein.

Unterschätzt. Weit unterschätzt von der Medizin. Wohl auch deshalb, weil man diesen Risikofaktor ja ganz leicht beseitigen kann, ohne sein Lebensstil zu ändern: Man braucht (klappt fast immer) nur genügend von drei B Vitaminen zu sich zu nehmen: Folsäure, B 6, B 12. So einfach ist das. Gibt es ja als Pille.

Und weil so einfach, wird Homocystein wohl unterschätzt. Fast jeder von Ihnen, der zu mir kommt, hat Homocystein im Bereich zwischen 10 und 14. Gilt schon als Risiko. Um Sie aufzuwecken, um Ihnen klar zu machen, wie wichtig Wissen in diesem Fall für Sie ist, wie wichtig es ist, diesen Faktor zu bestimmen, zitiere ich Ihnen eine Untersuchung der Universität Bergen, Norway. Studiert wurden knapp 5000 Probanden im Alter von 60 bis 70 Jahren. Die hatten ein durchschnittliches Homocystein von 11 µmol/l. Nur 11, wie Ihnen jedes deutsche Labor versichert: Dort gilt normal bis 12. Die Herrschaften waren also – angeblich – gesund. Deutsche Medizin.

In dieser Studie wurde gezeigt, dass die Senkung des Homocysteins um nur 5 Punkte bewirkte:

  1. ein allgemein vermindertes Todesrisiko von 49 Prozent
  2. ein vermindertes Risiko von 50 %, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben
  3. ein vermindertes Risiko um 26 % an Krebs zu erkranken
  4. ein vermindertes Risiko um 94 %, an irgendeiner anderen Erkrankung (ausser Krebs oder Herzinfarkt) zu sterben

Ein fast unglaubliches Ergebnis. Aber so steht’s eben da. Manche Ärzte regt diese ausserordentlich leicht zugängliche Möglichkeit, das Leben ihrer Patienten drastisch zu ändern, die Patienten drastisch gesünder und jünger zu machen so auf, dass sie darüber gleich ein ganzes Buch schreiben.

So Uwe Karstädt. Das Buch heisst „Das Dreieck des Lebens“. Die Quelle dieses Artikels. Mit Dreieck sind die drei B Vitamine gemeint.

Gucken Sie mal rein. Kollege Karstädt ist ein ausserordentlich kluger, weit denkender Arzt. Und er schreibt deutsch, wenn Sie mich verstehen. Ist mutig genug, den schlimmsten Feind Ihrer Gesundheit deutlich anzusprechen: Nicht etwa die Pharmaindustrie, die Politiker, Mobilfunkkonzerne oder Pestizide, sondern…

Ihre eigene Trägheit.

Euer Gregor Kühni feelgood coaching24 team

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