Stellen Sie sich vor, Sie wären in absoluter Bestform…..

von Gregor Kühni

Dehydratation – Wassermangel

| Keine Kommentare

Der menschliche Körper besteht zu 75% aus Wasser und zu 25% aus festen Substanzen. Wasser ist das Lebensmittel schlechthin. Wir benötigen Wasser zum Transport der Nährstoffe, für die Beseitigung der Abfallstoffe und für sämtliche anderen Aktivitäten, die im Körper vor sich gehen. Das macht den Stellenwert des Wassers deutlich.

Kaffee und Tee können Wasser nicht ersetzen

In unserer modernen Gesellschaft ist das Wissen um die Bedeutung des Trinkwasser als wichtigstes Lebenselixier kaum noch vorhanden. Ganze Bevölkerungsgruppen ersetzen das lebenswichtige Wasser durch Tee, Kaffee, Limonaden, Softdrinks und andere industriell hergestellten Getränke. Sie enthalten zwar Wasser, aber auch Koffein, Zucker, künstliche Süsstoffe und chemische Zusätze, die auf den Körper eine stark entwässernde Wirkung haben. Darüber hinaus kann das in den Getränken enthaltene Wasser weder Nährstoffe transportieren, noch Schadstoffe aus dem Körper leiten.

Koffein erzeugt Stress

Getränke, die beispielsweise Koffein enthalten, lösen Stress im Körper aus, der sich in einer entwässernden Wirkung (vermehrtes Wasserlassen) zeigt. Getränke, denen Zucker zugesetzt wurde, erhöhen drastisch den Blutzuckerspiegel. Jedes dieser Getränke zwingt den Körper, grosse Mengen an Wasser abzugeben. Nimmt man nun regelmässig überwiegend derartige Getränke zu sich, führt dies unweigerlich zur Dehydratation des Körpers.

Wassermangel behindert die Giftausscheidung

Viele Patienten leiden heutzutage an einer „Dursterkrankung“, also einem fortschreitenden Zustand der Dehydratation, der zu den unterschiedlichsten Symptomen führen kann. Was die Ärzte im Allgemeinen als Krankheit bezeichnen, ist zum großen Teil ein fortgeschrittener Zustand der Dehydratation und die daraus resultierende Unfähigkeit des Körpers, sich von den Abfall- und Giftstoffen zu befreien.
Daher ist es unzureichend, eine Krankheit mit Medikamenten oder anderen Therapien zu behandeln, ohne den Körper gleichzeitig ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Dehydratation macht krank

Eine chronische Erkrankung ist immer von einer Dehydratation begleitet und wird in vielen Fällen sogar dadurch ausgelöst.

  • Herzerkrankungen
  • Fettleibigkeit
  • Diabetes
  • Rheumatoide Arthritis
  • Magengeschwüre
  • Bluthochdruck
  • Multiple Sklerose
  • Alzheimer sowie
  • Krebs und andere chronische Krankheiten

Zellaktivitäten werden deutlich eingeschränkt

Die Körperzellen sind auf eine ausreichende Wasserzufuhr angewiesen. Normalerweise befindet sich mehr Wasser innerhalb der Zelle, als ausserhalb. Ist der Körper dehydriert, können die Zellen 28% und mehr ihrer Wassermenge verlieren. Dadurch wird die gesamte Zellaktivität erheblich reduziert – ganz gleich, ob es sich um Haut-, Magen-, Leber-, Nieren-, Herz- oder Gehirnzellen handelt. Bei einer zellulären Dehydratation können die Abfallstoffe grundsätzlich nicht mehr richtig entsorgt werden. Das führt zu unterschiedlichen Symptomen, die denen einer Krankheit ähneln, jedoch lediglich Indikatoren eines gestörten Wasserhaushalts sind.

Wasseransammlungen sind die Folge

Bei einer bestehenden Zelldehydratation sammelt der Körper immer mehr extrazelluläres Wasser an, um die anfallenden Säuren und Toxine zu neutralisieren, bzw. in Lösung zu halten, damit sie den Organen keinen Schaden zufügen können. Bemerkbar macht sich dieser Zustand beim Betroffenen durch Wasseransammlungen in den Beinen, Füßen, Armen und/oder im Gesicht.
Auch die Nieren können Wasser zurückhalten, was sich durch verringertes Wasserlassen bemerkbar macht. Neben dem Wasser werden allerdings auch die darin enthaltenen Giftstoffe zurückgehalten.

Dehydratation und Schmerz

Ein weiterer wichtiger Hinweis auf eine eventuell bestehende Dehydratation ist das Auftreten von Schmerzen. Das Gehirn antwortet auf einen wachsenden Wassermangel durch die Aktivierung des Neurotransmitters Histamin. Das Histamin weist dann bestimmte untergeordnete Wasserregulationsmechanismen an, die im Umlauf befindliche Wassermenge umzuverteilen.
Wenn sich das Histamin und die anderen Regulatoren dabei über schmerzregistrierende Nervenbahnen bewegen, können diese starke und fortdauernde Schmerzen auslösen.
Diese Schmerzsignale können sich dann unter anderem als

  • rheumatoide Arthritis
  • Verdauungsstörungen
  • Probleme im unteren Rücken
  • Fibromyalgie
  • Neuralgie
  • Migräne äussern.

Mit den Schmerzen wird der Betroffene darauf hingewiesen, dass eine Dehydratation vorliegt und er diese unbedingt beseitigen sollte.

Schmerz entsteht durch Blockaden

Schmerz ist immer ein Zeichen von Widerstand. Dieser Widerstand kann entweder durch eine körperliche Blockade, wie Verstopfung oder Lymphstau, entstehen oder durch eine emotionale Blockade gegenüber einem bestimmten Menschen oder einer Situation. Diese Blockaden müssen erkannt und aufgelöst werden.

Kämpft man gegen den Schmerz an, verstärkt er sich im Allgemeinen. Gibt man den Widerstand hingegen auf, verringert sich der Schmerz automatisch. Durch die Schmerzerfahrung werden körpereigene Substanzen, die so genannten Endorphine ausgeschüttet, die als natürliche Schmerzmittel wirken.
Selbstverständlich kann es in Ausnahmefällen notwendig sein, kurzfristig zu Schmerzmitteln zu greifen – insbesondere dann, wenn die Schmerzen unerträglich sind. Gleichzeitig sollten jedoch der Dehydratation der Zellen entgegen gewirkt werden.

Schmerzmittel behindern den inneren Informationsfluss

Werden über einen längeren Zeitraum schmerzlindernde Medikamente, wie Antihistaminika oder Antacida eingenommen, kann das zu enormen Schäden im Körper führen. Antihistaminika sind Arzneimittel, die die Wirkung des körpereigenen Histamins aufheben. Damit behindern sie den Körper u.a. auch darin, die Wasserversorgung sicher zu stellen. Ausserdem unterbrechen sie die Verbindung zwischen dem Histamin und seinen untergeordneten Regulatoren, wie Vasopressin, Renin-Angiotensin, Prostaglandin und Kinin.

Schmerzmittel können die Beschwerden für eine Weile lindern, die Ursache der Schmerzen bleibt jedoch völlig unberücksichtigt. Gleichzeitig hindern sie den Körper daran herauszufinden, wo am dringendsten mit der Wasserverteilung im Körper begonnen werden muss, denn sie bringen die interne Kommunikation völlig durcheinander.

Wassermangel beeinträchtigt Gehirnfunktion

Unser Gehirn benötigt mehr Wasser, als jeder andere Bereich unseres Körpers. Gehirnzellen bestehen zu 85% aus Wasser. Die vom Gehirn benötigte Energie wird nicht nur über den Kohlenhydratstoffwechsel (Glukose) generiert, sondern auch über „hydroelektrische“ Energie, also durch den Wasserdruck bei der Zellosmose. Das Gehirn ist zu einem grossen Teil auf diese zellgenerierte Energiequelle angewiesen, da es nur so die hochkomplexen Vorgänge – und damit seine Leistungsfähigkeit – aufrechterhalten kann.

Ein Wassermangel im Gehirn führt automatisch dazu, dass das Energiepotential des Gehirns vermindert wird. Dadurch werden viele der lebenswichtigen Funktionen unterdrückt. Mit einem niedrigeren Energiepegel ist es ungeheuer schwer, den alltäglichen körperlichen und psychischen Herausforderungen gerecht zu werden. In der Folge entwickeln sich Ängste, Sorgen, Wut und andere negative Emotionen. Nicht selten wird dieser Zustand als Depression diagnostiziert und entsprechend medikamentös behandelt.

Burn-Out – ebenfalls ein Wasserproblem?

Auch das chronische Müdigkeitssyndrom (CFS) ist in den meisten Fällen auf eine fortschreitende Dehydratation des Gehirns zurückzuführen. CFS verschwindet meist schnell wieder, wenn die betroffene Person auf Stimulanzien wie Kaffee, Tabak, Alkohol und Medikamente, sowie auf tierische Eiweiss verzichtet und sich einem Programm aus Wassertrinken, Ernährungsumstellung, und Entgiftung unterzieht.

Cortison

Viele Patienten die an rheumatoider Arthritis, MS oder anderen degenerativen Erkrankungen leiden, werden medikamentös auf Cortison eingestellt. Häufig führt diese Behandlung zu einer Energiesteigerung im Körper – allerdings nur für einen kurzen Zeitraum. Der Anstieg des Energiepegels durch Cortison hält nämlich nur so lange an, wie der Körper in der Lage ist, noch vorhandene Energie- und Vitalstoffreserven anzuzapfen. Hat der Körper seine Energievorräte aufgebraucht, sinkt der Energiespiegel immer weiter ab und die Krankheitssymptome verschlimmern sich erheblich.

Verengung der Blutgefässe durch Wassermangel

Sind die Körperzellen nicht ausreichend mit Wasser versorgt, produziert die Hypophyse den Neurotransmitter Vasopressin. Dieses Hormon hat die Fähigkeit Blutgefässe zu verengen, sobald es in bestimmten Bereichen zu Wassermangel kommt.
Während der Dehydratation verengt Vasopressin die Arterien und Kapillaren, um ihr Flüssigkeitsvolumen zu vermindern. Das ist erforderlich, damit das Kreislaufsystem weiterhin über einen ausreichenden Druck verfügt, und somit ein konstanter Wasserstrom in die Zellen gelangen kann.

Auch Bluthochdruck tritt häufig bei Menschen auf, die dehydriert sind. Ähnliches passiert in den Gallengängen der Leber. Diese ziehen sich aufgrund des Wassermangels zusammen. Die Bildung von Gallenstein ist eine direkte Folge der Dehydratation.

Nierenschäden

Das Renin-Angiotensin (RA) – System wird aktiviert, sobald es zu Wassermangel im Körper kommt. Dieses System weist den Körper an, dort wo es möglich ist, Wasser zurückzuhalten. Es beeinflusst die Nierentätigkeit und verengt die Kapillaren besonders in den Gebieten, die nicht so lebensnotwendig, wie Gehirn und Herzmuskel, sind.
Gleichzeitig sorgt das RA-System für eine höhere Natriumaufnahme. Der erhöhte Natriumgehalt hilft dem Körper, Wasser zurückzuhalten. Solange der Körper nicht wieder über eine ausreichende Menge an Wasser verfügt, bleibt dieses System aktiv. Das bedeutet allerdings auch gleichzeitig, dass der Blutdruck, der auf den Gefässwänden lastet, aussergewöhnlich hoch ist und er auf diese Weise zu verschiedenen Herzerkrankungen beitragen kann.
Der hohe Blutdruck und die eingeschränkte Nierenfunktion können letztlich zu Nierenschäden führen. Konventionelle Behandlungen bestehen meistens in der Verordnung von Diuretika (entwässernden Medikamenten) und der Empfehlung, die Salzzufuhr deutlich einzuschränken.

Koffein führt zur Erschöpfung und Dehydratation

Koffein, das in Getränken wie Tee, Kaffee, alkoholfreien Getränken und in den meisten Power Drinks enthalten ist, stimuliert und belastet sowohl das Nerven- als auch das Immunsystem. Darüber hinaus wirkt es als starkes Diuretikum.
Koffein ist ein Nervengift. Es stimuliert die Nebenniere, die dann Stresshormone ausscheidet und eine starke Immunreaktion auslöst. Der regelmässige Konsum von Kaffee übererregt den Herzmuskel und kann letztendlich zur Erschöpfung des Herzmuskels und so zu Herzerkrankungen führen.

1 Tasse Kaffee verbraucht 3 Gläser Wasser

Um Koffein aus dem Körper zu entfernen, muss der Körper Wasser aus seinen Zellen aufwenden. Das führt zu zellularer Dehydratation und einer kurzfristigen Blutverdünnung. Diese Blutverdünnung ist es, die das gute Gefühl bewirkt, dass viele Menschen nach dem Kaffeegenuss haben. Die gleichzeitig drohende Gefahr der Dehydratation empfindet man leider nicht.
Für jede Tasse Kaffee, die wir trinken, muss der Körper bis zu 3 Gläser Wasser bereitstellen, um das Toxin Koffein wieder ausscheiden zu können. Das geht aber nicht, ohne dass der Körper dabei Schaden nimmt.
Koffein ist zudem der einzige bisher bekannte Hemmstoff der Reparaturenzyme, die nach Schädigung der DNA (z.B. durch UV-Strahlung) deren Reparatur einleiten.

Alkohol und Wassermangel – Eine Gefahr für Ihr Gehirn

Das Trinken von alkoholischen Getränken unterdrückt die Sekretion von Vasopressin und vergrössert dadurch die zellulare Dehydratation. Ist der Alkoholkonsum überhöht, kann die Dehydratation gefährliche Ausmasse annehmen. Der typische „Kater“ ist nichts weiter als eine extreme Dehydratation der Gehirnzellen. Geschieht dies häufiger, werden die Gehirnzellen geschädigt und sterben schliesslich ab.

Um die durch den Alkohol induzierte „Dürre“ zu überleben, muss der Körper mehr Stresshormone absondern, u. a. auch die süchtig machenden Endorphine. Wird Alkohol regelmässig konsumiert, wenn also täglich und über Monate bzw. Jahre Alkohol getrunken wird, erhöht sich die Dehydratation immer mehr und die Endorphinproduktion wird zu einem suchterzeugenden Zustand, der zu Alkoholismus führen kann.

Alkohol hat zudem eine stark entwässernde Wirkung. Durch ein Glas Bier verliert der Körper – ähnlich wie beim Kaffee – bis zu 3 Gläser Wasser.

Ihr Gregor Kühni feelgood coaching24 team

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.